Vortrag „Burnout“

Der zweite Vortrag dieses Jahr hielten Stefan Schneider und Marcel Pfenninger von SBS Training & Rettung GmbH. Dabei wurde über die Themen Burn-out und Sucht gesprochen, beides verbreitete Probleme unserer Zeit. Besonders beeindruckend war, dass Herr Pfenninger selber Alkoholiker war. Er konnte seine Sucht besiegen und uns aus eigener Erfahrung berichten. Er sprach dabei sehr offen und behandelte auch Themen wie den Umgang mit Betroffenen als Familie oder Freunde.

Kindernami 2019

Auch dieses Jahr bot der Samariterverein mit Hilfe der Feuerwehr einen spannenden Nachmittag für Kinder an.

An verschiedenen Posten durften die Kindergärtler und Primarschüler Themen der Ersten Hilfe näher kennenlernen. Mit dem Feuerwehr-Funkgerät hantieren, Fragen über den Körper und die Gesundheit beantworten oder mit dem Rollstuhl herumgeschoben werden, dies und vieles mehr wurde den Kindern geboten. Dieses Jahr gab es noch eine Überraschung dazu: Ein Fahrzeug vom Rettungsdienst Schwyz konnte besichtigt und bestiegen werden und es gab viele spannende Informationen dazu.

Vereinsausflug in die Festung Vitznau

Anfangs Juli traf sich der Samariterverein Steinen – Steinerberg am Mittag beim Bahnhof Steinen. Mit dem Bus ging es nach Brunnen, wo wir dann aufs Schiff umstiegen. Die Zeit auf dem See verging schnell mit Gesprächen. In Vitznau ausgestiegen, nehmen wir den Weg hinauf zum Festungseingang in Angriff. Es fängt an zu winden und als wir uns umdrehen, sehen wir die beeindruckende Sturmfront auf uns zu kommen. Jetzt aber schnell! Wir schaffen es alle gerade noch im letzten Moment ins Trockene. Dort erwartet uns Fredy. Er erzählt uns erst einmal allgemein von der Situation während des zweiten Weltkriegs. Anschliessend beschreibt er uns den Bau der vor uns liegenden Festung genauer. Inzwischen trommelt der Regen auf das Vordach, man versteht fast nichts mehr und wir gehen durch die dicke Tür hinein. Drinnen werden erst mal die Jacken ausgepackt und angezogen, 12° C sind doch sehr frisch. Erst geht es in die Technikräume wo wir die beeindruckenden Filteranlagen und Generatoren bestaunen. An den Duschen vorbei, die wir zum Glück nicht benutzten müssen, kommen wir zu den Unterkünften. Hier kann im Speisesaal Feste feiern und im Massenlager übernachten. Sogar Hochzeiten könnte man hier feiern, das Zimmer des Brautpaars mag uns aber nicht so überzeugen. Begeistert sind wir dafür vom Operationssaal. Hier lassen sich viele Sachen entdecken. Manches würde man heute wohl anders behandeln…Ein weiterer Höhepunkt war erreicht, als Fredy uns erklärte, wie man aus der Festung hinaus ein Telefongespräch führen konnte. War das kompliziert! In der Küche rätseln wir, wie viel Spaghetti man wohl in so einem Topf aufs Mal kochen könnte. Der letzte Raum in den Unterkünften ist dann der Feuerleitzentrale. Hier wird uns bewusst, wie weit die zwei Kanonen der Festung eigentlich reichten. Beeindruckend, wie man damals alles berechnen konnte, um auch das Ziel zu treffen.

Weiter geht es zum militärischen Teil der Anlage. In den beiden Munitionsmagazinen, zwei lang gezogenen Hallen, wird zum Glück keine scharfe Munition gelagert. Zuhinterst dürfen wir den Kampfstand I bestaunen. Die Kanone ist unglaublich schwer, man kann sich kaum vorstellen wie die Soldaten damals sie so genau ausrichten konnten. Zum Beobachtungsstand hinauf ging es über eine lange Treppe. Die Belohnung, eine tolle Sicht über Vitznau und Vierwaldstättersee, entschädigte die Strapazen. Wobei nicht alle so viel sahen, denn Brillen und Kameras beschlugen ob dem Temperaturunterschied und der Feuchtigkeit. Anschliessend war die Führung zu Ende und wir verliessen die Festung wieder in den Sonnenschein. Der Sturm hatte sich verzogen und so genossen wir den Spaziergang ins Dorf und ein Getränk auf der Terrasse draussen. Anschliessend fuhren wir mit dem Bus nach Brunnen zurück und liessen den Abend gemütlich bei Pizza und einem Glas Wein im Salvi & Gino ausklingen. Die, denen das noch nicht genug war, hockten nach der gemeinsamen Rückfahrt nach Steinen noch ins TimeOut und führten ihre Gespräche weiter. Ein sehr interessanter und gelungener Vereinsausflug ging so gemütlich zu Ende.

Zurück aus den Ferien

Die warmen Temperaturen lockten uns, die Übung im Freien abzuhalten.
In zwei Gruppen trainierten wir das Entfernen von Helmen bei bewusstlosen Personen. Dazu standen uns verschiedene Helmtypen zur Verfügung. Besonders die Töffhelme mit ihren verschiedenen Verschlusssystemen waren knifflig zu öffnen und entfernen.
Weiter zeigte uns Manuela, wie man Kleider bei Bedarf effizient aufschneidet. Das durften wir auch gleich an ein paar Freiwilligen testen.
Diese praxisnahe Übung hat viel Spass gemacht und hoffentlich alle wieder aus dem Ferienmodus geholt.

Fotosafari

Bei gutem Wetter und angenehmen Temperaturen waren die Samariter im Dorf unterwegs. Dabei galt es, verschiedene Aufgaben zu erledigen. Triopan und Windflag wurden gestellt, Wasserbecher (ohne ausleeren!) herumgetragen und Quiz gespielt. Die Kommunikation mit den Samariterlehrern erfolgte durchs Funkgerät, wobei das Funkprotokoll natürlich eingehalten wurde.
Wie bei der letzten Übung vor den Sommerferien üblich, setzten wir uns nach der Übung noch hin und plauderten bei Chips und Snacks.

Auf dem Brett

Für einmal fand die Monatsübung nicht im Vereinslokal, sondern auf dem Bauernhof der Familie Suter in Steinen statt. Im ersten Teil erwartete die Samariter einen spannenden Hindernislauf, den sie als Team mit dem Brett in der Mitte begehen mussten. Dabei war es wichtig, klare und konkrete Anweisungen zu geben. Nur so konnte man den „Patienten“ sicher ans Ziel bringen.
Anschliessend wurden wir zu einem „Verkehrsunfall“ gerufen. Eine bewusstlose Velofahrerin wollte genauso versorgt werden wie der Fahrer mit Herzinfarkt und die Beifahrerinnen mit Platzwunden. Der Witterungsschutz wurde wichtig, als es zu tröpfeln anfing. Nachdem alle Verletzten versorgt waren, konnten wir noch den Bergegriff und die Halswirbelsäulenstabilisierung im Auto üben. Paula zeigte uns zusätzlich die Boa-Bergung.
Den Abend liessen wir gemütlich bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Heute wird gekügelt – Homöopathievortrag von Similasan

An diesem Abend erwartete uns ein spannender Vortrag über die Erste Hilfe in der Homöopathie. Gehalten wurde er von Fabienne Gigandet von der Firma Similasan. Nebst vielen Samaritern durften wir auch zahlreiche Gäste begrüssen, denn der Vortrag war öffentlich. Fabienne stellte uns Samuel Hahnemann, den Gründer der Homöopathie vor, erzählte wie er sie entdeckte und erklärte uns die Grundlagen und Prinzipien dieser Therapie. Anschliessend stellte sie uns die Einzelmittel vor, welche man am meisten braucht bei Verletzungen, sowie einige der praktischen Komplexmittel von Similasan. Zum Glück wurden uns Unterlagen zum Vortrag abgegeben, denn so viele Informationen konnten wir uns unmöglich merken.

Katerfrühstück

Die Fasnacht ist vorbei und die nächste Übung heisst passenderweise «Katerfrühstück». In drei Gruppen nahmen wir unseren Samariterwagen, vor allem den Postenkoffer, unter die Lupe. Bei den Fallbeispielen mussten wir uns um verzwickte Fälle an «Patienten» kümmern. Dabei lernten wir auch die Änderung vom Sampler – Schema kennen. Es wurde erweitert zu Samplers, wobei das «S» am Ende für «Soziales» steht. Es soll uns daran erinnern, uns nach Begleitpersonen oder Angehörigen zu erkundigen, die man benachrichtigen kann.

GENIal dänäbed – Fasnachtsumzug Steinen 2019

Bereits an der GV 2018 wurde vorgeschlagen, zu Ehren von Narrenvater und aktivem Samariter Geni Marty am Fasnachtsumzug 2019 teilzunehmen. Im Herbst sammelten wir die ersten Ideen und die Samariter wurden gefragt, wer gerne mitmachen will. Mit Partner und Kinder zählten wir schliesslich 42 Personen! Schnell wurde klar, dass es ein Wagen sein soll mit einem Sanitätsposten, wie ihn sich Geni erträumt. Obwohl noch niemand von uns Erfahrung im Wagenbauen hatte, hielt das unsere unerschrockenen Samariter nicht auf. Mit Hilfe von begnadeten Handwerkern nahm das Projekt schnell Form an. Vergnügliche Stunden vergingen beim Bauen und Dekorieren des Wagens, Gestaltung der Kostüme und Abpacken der Verteilerlis.

Am 3.3. trafen sich die verkleideten Samariter erst zum gemeinsamen Mittagessen, bevor wir im Eiltempo geschminkt wurden. Nun zierte ein Samaritermännchen unsere Wangen und einige ergatterten sogar Glitzerspray. Für die spontane Idee, sich die Lippen rot zu schminken, mussten dann die herumstehenden Autos ihre Spiegel herhalten. Als alle zufrieden mit ihrem Aussehen waren, begaben wir uns Richtung Frauholzstrasse und musterten die anderen Umzugswagen und -gruppen. Fast am Ende wartete unser Wagen, wunderbar anzusehen im strahlenden Sonnenschein. Auf dem Weg zum eigentlichen Start hatten einige Damen unserer Truppe sogar noch Zeit, sich spontane Choreografien zu den Liedern auszudenken. Doch während dem Umzug waren wir viel zu beschäftigt die Zuschauer zu beschenken um zu tanzen. Selbst unser «Geni» auf dem Wagen, der eigentlich eine Patientin versorgen sollte, verteilte lieber Orangen. Viel zu schnell war die Route abgelaufen und auch der restliche Umzug vorbei. Und auch wenn sich die Gruppe am Abend zerstreute, dank der rot-weissen Mütze fand man sich schnell wieder.

Übrigens: Wer sich jetzt fragt, wer sich während diesem Tag um die Verwundeten gekümmert hat – die Schwyzer Samariter haben uns diese Arbeit abgenommen, damit wir den Fasnachtsumzug in vollen Zügen geniessen konnten. Vielen Dank!

Übung „Fallski“

In der Februarübung wurden passend zur Jahreszeit typische Skiunfälle thematisiert. Im ersten Teil ging es darum, einen Bruch korrekt zu stabilisieren. Wir übten nicht nur mit dem SamSplint, sondern auch mit einfacheren Materialien wie Karton. Schliesslich hat man im Notfall nicht immer das Profimaterial zur Hand. Den „Patienten“ schien es dabei recht gut zu gehen, denn sie lachten und scherzten.
Beim zweiten Posten repetierten wir die korrekte Verhaltensweise auf den Pisten und das Verhalten bei Unfall. Auch die Fragen wann man wen man wann alarmiert und warum wurden beantwortet. Guter Witterungs- und vor allem Kälteschutz sind im Winter essentiell, also schauten wir die Verwendung der Rettungsdecke an. Wichtig dabei: Den Kopf nicht vergessen einwickeln, über den geht viel Wärme verloren.