Vereinsausflug in die Festung Vitznau

Anfangs Juli traf sich der Samariterverein Steinen – Steinerberg am Mittag beim Bahnhof Steinen. Mit dem Bus ging es nach Brunnen, wo wir dann aufs Schiff umstiegen. Die Zeit auf dem See verging schnell mit Gesprächen. In Vitznau ausgestiegen, nehmen wir den Weg hinauf zum Festungseingang in Angriff. Es fängt an zu winden und als wir uns umdrehen, sehen wir die beeindruckende Sturmfront auf uns zu kommen. Jetzt aber schnell! Wir schaffen es alle gerade noch im letzten Moment ins Trockene. Dort erwartet uns Fredy. Er erzählt uns erst einmal allgemein von der Situation während des zweiten Weltkriegs. Anschliessend beschreibt er uns den Bau der vor uns liegenden Festung genauer. Inzwischen trommelt der Regen auf das Vordach, man versteht fast nichts mehr und wir gehen durch die dicke Tür hinein. Drinnen werden erst mal die Jacken ausgepackt und angezogen, 12° C sind doch sehr frisch. Erst geht es in die Technikräume wo wir die beeindruckenden Filteranlagen und Generatoren bestaunen. An den Duschen vorbei, die wir zum Glück nicht benutzten müssen, kommen wir zu den Unterkünften. Hier kann im Speisesaal Feste feiern und im Massenlager übernachten. Sogar Hochzeiten könnte man hier feiern, das Zimmer des Brautpaars mag uns aber nicht so überzeugen. Begeistert sind wir dafür vom Operationssaal. Hier lassen sich viele Sachen entdecken. Manches würde man heute wohl anders behandeln…Ein weiterer Höhepunkt war erreicht, als Fredy uns erklärte, wie man aus der Festung hinaus ein Telefongespräch führen konnte. War das kompliziert! In der Küche rätseln wir, wie viel Spaghetti man wohl in so einem Topf aufs Mal kochen könnte. Der letzte Raum in den Unterkünften ist dann der Feuerleitzentrale. Hier wird uns bewusst, wie weit die zwei Kanonen der Festung eigentlich reichten. Beeindruckend, wie man damals alles berechnen konnte, um auch das Ziel zu treffen.

Weiter geht es zum militärischen Teil der Anlage. In den beiden Munitionsmagazinen, zwei lang gezogenen Hallen, wird zum Glück keine scharfe Munition gelagert. Zuhinterst dürfen wir den Kampfstand I bestaunen. Die Kanone ist unglaublich schwer, man kann sich kaum vorstellen wie die Soldaten damals sie so genau ausrichten konnten. Zum Beobachtungsstand hinauf ging es über eine lange Treppe. Die Belohnung, eine tolle Sicht über Vitznau und Vierwaldstättersee, entschädigte die Strapazen. Wobei nicht alle so viel sahen, denn Brillen und Kameras beschlugen ob dem Temperaturunterschied und der Feuchtigkeit. Anschliessend war die Führung zu Ende und wir verliessen die Festung wieder in den Sonnenschein. Der Sturm hatte sich verzogen und so genossen wir den Spaziergang ins Dorf und ein Getränk auf der Terrasse draussen. Anschliessend fuhren wir mit dem Bus nach Brunnen zurück und liessen den Abend gemütlich bei Pizza und einem Glas Wein im Salvi & Gino ausklingen. Die, denen das noch nicht genug war, hockten nach der gemeinsamen Rückfahrt nach Steinen noch ins TimeOut und führten ihre Gespräche weiter. Ein sehr interessanter und gelungener Vereinsausflug ging so gemütlich zu Ende.

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